Ausgangslage

Lang anhaltende massive Regenfälle im Westen Österreichs, besonders im Land Salzburg, führen zu regionalen Überflutungen, Muren, Bergrutschungen, etc. die große Gebiete betreffen und die Transport-Infrastruktur immens beeinträchtigen. Die Lage erfordert den Einsatz nationaler Katastrophenhilfsteams über mehrere Wochen.
Die Krise erreicht 14 Tage nach der ersten Flut ihren Höhepunkt. Eine Warm-Wetter-Front aus dem Nordwesten führt erneut zu erheblichen Regenfällen innerhalb kurzer Zeit. Dieses Mal lag die Schneefallgrenze bei 3000 Metern. Aus diesem Grund strömen plötzlich große Wassermassen aus dem Hochgebirge.  
Dies hat extreme Überflutungen im Tiroler Unterland, dem Südosten Bayerns, beinahe ganz Salzburg, West- und Süd-Oberösterreich und dem Norden der Steiermark zur Folge.

Ein gewaltiger Erdrutsch (mehrere 1000 Tonnen Stein und Geröll) in der Pass-Lueg-Gegend (30 km südlich von Salzburg) blockiert die Straße und führt zu einer Stauung der Salzach. Dies führt zu einer Überflutung der Autobahn A10, sowie des Eisenbahntunnels südöstlich des Pass Luegs. Der massive Druck durch den Wasser-Rückstau führt dazu, dass der durch den Erdrutsch entstandene Damm bricht. Dieser Dammbruch führt zu großflächigen Überflutungen im Nord-Nord-Westen des Salzach-Tals, von Golling (im Süden) bis Oberndorf (im Norden). Die Überflutung und die Murenabgänge, Erdrutsche, etc. durch das Wasser aus dem Gebirge, sowie dem Flusswasser und massive Regenfälle verursachen ernsthafte Schäden in der Infrastruktur, dem Eigentum, dem Transport, der Energie, der Industrie, der Gesundheitsversorgung und der Trinkwasserversorgung in der betroffenen Region, einschließlich Teilen der Stadt Salzburg. Österreichische Katastrophenhilfs-Organisationen werden von den Zivilschutzbehörden des Landes Salzburg mobilisiert und an die Einsatzorte geschickt, wo sie ihre Arbeit aufnehmen. Aufgrund dieser vorherigen und laufenden Einsätze, sind die nationalen Katastrophenhilfs-Ressourcen überfordert.

Die Zivilschutzbehörde des Landes Salzburg, sowie auf nationaler Ebene (Innenministerium) beurteilen laufend die Situation und überwachen die Entwicklungen. Sie entscheiden, dass die nationalen Ressourcen in diesem Fall nicht ausreichen und dass sie internationale Unterstützung seitens des öffentlichen Zivilschutzmechanismus benötigen.